ausgeplaudert

Früüüüüühling

Schneeglöckchen

Mensch, war das ein schönes Wochenende! Zwar war es ab Samstagnachmittag grau verhangen bis hin zu ziemlich stürmisch am Sonntag, doch wir haben alles perfekt „ausgenutzt“, wie meine jüngere Schwester sowie meine Mutter früher gerne zu sagen pflegten:

Den Samstag über waren wir in der Sonne unterwegs und am Sonntag haben wir zu Hause Blumenbilder gebastelt. Dabei haben wir unsere Mission erfüllt. Wir haben den Frühling willkommen geheißen. Nicht, dass er sich sonst unbeliebt fühlt und gleich wieder geht! Wie man das macht, den Frühling willkommen zu heißen? Ich muss gestehen, dass ich das vor dem vergangenen Wochenende auch nicht so richtig wusste. Doch dank zweier Expertinnen an unserer Seite haben wir auch dieses Ritual endlich kennenlernen dürfen. Und das auf unsere alten Tage hin …
Das Frühlingswillkommensritual geht wie folgt: Zunächst einmal muss man seeehr früh aufstehen. Das ist zwingend notwendig, denn sonst verpassen wir ja schließlich das Pfeif- und Zwitscherkonzert der Vögel! Etwas skeptisch lauschen ER und ich zerknautscht dem morgendlichen Tirilieren unserer Haus-und-Hof-Amseln. Ja, Pina und Lulu, ihr habt recht, das hätten wir uns wahrlich nicht entgehen lassen dürfen. Gähnend bestehe ich dann aber doch auf meiner Tasse Kaffee, während ER in vollendeter Perfektion offenen Auges wieder einschläft. Unglaublich! Wieso kann ICH das bitte nicht? Nein, einmal geweckt bin ich nach den ersten schmerzhaften Minuten in einer Art Aktiv-Modus gefangen, der mich am Weiterschlafen hindert. Dass dieser Modus zwei externe Betriebserhaltungssysteme in Form von zwei ungeduldigen kleinen Töchtern hat, brauche ich wahrscheinlich nicht eigens erwähnen. Während ER also ziemlich Modus-befreit weiterdöst, schmieden Pina, Lulu und ich Pläne: Klar, erst einmal müssen wir auf den Markt. Leckere Sachen kaufen. Dann auf jeden Fall in die Sonne! In der Schule hatten sie gerade etwas über Frühblüher – vielleicht finden wir ja welche? Bei unseren Nachbarn wurden schon Traubenhyazinthen gesichtet. (Mein Gott, habe ich eine schlaue Tochter – ich ging beim Anblick dieser hübschen Blümchen stets von einer Lavendel-Art aus. Doch mein Blumenwissen hielt sich schon immer in Grenzen.)

Frühling

Geplant – getan! Nachdem ER gewaltsam aus seiner Vogelkonzertstarre gerissen wurde, haben wir unser Frühlingswillkommensritual in die Tat umgesetzt. Wie unglaublich gut das nach diesem langen, krankheitsdurchzogenen Winter tut. Ich liebe den Frühling. Und die Mädels sind auch glücklich, nun nicht mehr im Michelin-Männchen-Style aus dem Haus zu wanken; ein paar Schichten Stoff weniger um die Rippen, und schon potenzieren sich die Bewegungsfreiheit und der Spaß an der frischen Luft um ein Vielfaches. Großartig!

Allein ein Faktor trübt das ganze Frühlingserwachen ein wenig: Die vermaledeite Zeitumstellung, die mir jedes Jahr aufs Neue zunächst Kopfzerbrechen (muss jetzt der Zeiger vor oder zurück? Wenn jetzt 7 Uhr ist, wie viel Uhr ist es dann Morgen um diese Zeit? Hä?) und dann große Müdigkeit bereitet. Wahrscheinlich ist das der eigentliche Auslöser für die berühmte Frühjahrsmüdigkeit. Doch die Erkenntnis des Wochenendes hatte eindeutig Pina: AH! Mama! Wenn uns dann eine Stunde genommen wird, müssen wir doch früher aufstehen, oder? JETZT weiß ich’s. Darum heißt es auch Frühling, stimmt’s?

Dass ich darauf nicht schon früher gekommen bin …

Müde Grüße für eine gute Woche!
Friederike

Kommentar verfassen