ausgeplaudert

Die Eiskönigin – unser ganz persönliches Familienmärchen

Schneemann

Seit Ende letzten Jahres hat uns Disney fest im Griff: Der Animationsfilm „Die Eiskönigin“ ist bei unseren beiden Ladys eingeschlagen wie eine Bombe. Ungefähr ALLES aus diesem Film wird vergöttert – Elsas faszinierende Verwandlung zur mächtigen Königin, die Liebeswirren ihrer Schwester Anna mit Hans und Kristoff und natürlich auch Olaf, der lebendig gewordene Schneemann und wahre Freund der beiden Protagonistinnen.

Klar, dass die Rollen gemäß der filmischen Vorlage bei uns daheim direkt eindeutig verteilt waren. Pina ist die unnahbare Elsa, die Angst vor ihren eigenen Gefühlen hat. Lulu ist ganz wie Anna der freudestrahlende Wirbelwind, frei nach dem Motto: Ich verteile so viel Harmonie und Herzenswärme – bis hin zur vollkommenen Selbstaufopferung –, dass es für alle am Ende gut wird. ER und ich hatten stets wechselnde Parts, doch meistens durften wir uns zwischen dem Schneemann Olaf und dem guten Kristoff entscheiden. Außer, wenn sie Sven, Kristoffs Rentier brauchten, da habe ich IHM gerne den Vortritt gelassen. Ich finde, ER macht sich in dieser Rolle einfach besser als ich. Ganz klar.

So begleitet uns diesen Winter besagtes Märchen wie ein roter Faden in Form von Rollenspielen, Gesangseinlagen mit Gitarre (Papa! Spiel es nochmal! Büüüttteeee!) und dem sonntäglichen Filmritual. Letzteres stets gefolgt von der Diskussion darüber, warum sie den Streifen nicht gleich noch mal angucken können. Und dann am besten noch mal. Und noch mal. Raaah.

Ich kann die Identifikation unserer Mädels mit den beiden Disneyfiguren tatsächlich gut nachvollziehen: Nicht nur die Filmmusik lädt zum pausenlosen Ohrwurm-Festival ein, auch der weite Aktionsradius der weiblichen Figuren ist spannend und lustig verpackt. Zumindest im direkten Vergleich zu einem schlafenden Dornröschen, das nur auf den Kuss des ihr eigentlich völlig fremden Prinzen warten muss oder einem Schneewittchen, das durch die glückliche Tollpatschigkeit ihres Zukünftigen das Stück Apfel aus der Luftröhre geschüttelt bekommt, während sie etwas sang- und klanglos in einem gläsernen Sarg transportiert wird. Nein: Da ist „Die Eiskönigin“ wahrlich ein anderes Kaliber. Nicht nur, dass die Schwesternliebe mal im Mittelpunkt steht und Kristoff Annas Naivität in Sachen Liebe auf die Schippe nimmt („WAS? Du willst mir ernsthaft sagen, dass du dich mit einem Mann verlobt hast, den du HEUTE ERST kennengelernt hast?“). Auch, dass Anna sich am Ende mit einem saftigen Hieb am opportunistischen Prinzen Hans rächt – jedes Mal ein Fest für Lulu – und Elsa trotz ihrer mächtigen Zauberkraft in die Gesellschaft eingebunden wird und nicht als klassische femme fatale aus der Geschichte ausscheiden muss: Das alles führt zu dieser eigentümlichen Mischung aus Spannung, Spaß und Emotion, der wir kollektiv verfangen sind.

Das Gute für uns daran? Wir konnten unseren Schneemuffel Pina endlich mal von der warmen Couch locken und sie für Schnee und Eis im echten Leben begeistern. Klar, dass wir beim ersten Schnee Anfang des Jahres sofort einen Olaf im Garten gebaut haben. Lulu denkt ziemlich sicher, dass „Olaf“ ein anderes Wort für Schneemann ist. Und außerdem: Über mögliche Ideen für das nahende Faschingsfest brauchen wir uns dieses Jahr auch keine weiteren Gedanken mehr machen …

Was sind denn die Lieblingsfilme Eurer Kinder?

Viele Grüße
Friederike

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

      • Ja, das wird bestimmt so sein! Glücklicherweise gibt es vermutlich genauso viele Kostümierungsmöglichkeiten wie Fans … sonst wäre es doch etwas langweilig an Fasching. Mittlerweile ist es ja auch so (jedenfalls bei meinen Nichten), dass es gleich mehrere Kostüme gibt – für jeden Faschingsfesttag eines. Gut, dass ich nur die Tante bin… (wobei die Kostüme alle selbstgemacht sind, aber es wird ja jeden Tag auch geschminkt, und anprobiert, und umentschieden, und neu zusammengestellt und und und…. :-P )

        • Selbstgemacht ist einfach das Beste!! Ich habe mich fast schlecht gefühlt, als ich den beiden dieses Jahr tatsächlich die “original”-Kleider von Disney geholt habe… Soviel Seele geht doch letzten Endes verloren, wenn man vorgefertigte Produkte übernimmt, ohne groß selbst noch etwas daran herumbasteln zu können. Aber gut: Sollte das Glitzer-Bling-bling an einem der Faschingstage tatsächlich mal langweilig werden, können wir auch noch auf alte Stofffetzen zurückgreifen, die vielseitig einsetzbar sind: Hexe, Indianer/in, Cowboy und Raubkatze… Mal sehen, was sich bei den Ladies durchsetzen wird! Ich wünsche Dir und Deinen Nichten in jedem Fall ein großartiges Alaaf und Helau! Wir zählen bereits, wie oft noch geschlafen werden muss um ENDLICH verkleidet in die Kita/Schule zu dürfen… ;)

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